Zuletzt aktualisiert: 26. September 2026 · Version: 1.2 · Status: Ankündigung und gestaffelter Preview-Rollout
Redaktionshinweis: Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung anhand offizieller Microsoft-Quellen erstellt und redaktionell eingeordnet. Vorschauzugang, Funktionsumfang und Preise können sich ändern.
- Microsoft bündelt in der Copilot-App drei Bereiche: Home für Chat, Cowork und Office; Code zum Erstellen kleiner Anwendungen; Autopilot für länger laufende, proaktive Aufgaben.
- Home und Code starten gestaffelt im Frontier-Programm. Autopilot soll Ende September in eine erweiterte private Preview gehen. Der Funktionsumfang ist damit nicht pauschal für alle Kunden verfügbar.
- Chat und Office-Funktionen beschreibt Microsoft als Teil eines nutzerbezogenen Abonnements. Cowork, Code und Autopilot sollen nutzungsabhängig abgerechnet werden.
- Für Unternehmen werden Rechte, Agentenidentitäten, Freigaben und Verbrauchskontrolle zu zentralen Einführungsfragen.
Wer heute einen Copilot-Piloten plant, muss drei Betriebsfragen getrennt beantworten: Welche Aufgaben bleiben in der persönlichen Assistenz, welche erzeugen neue Anwendungen, und welche darf ein dauerhafter Agent eigenständig fortführen? Microsoft bündelt Home, Code und Autopilot innerhalb der bestehenden Copilot-Erfahrung, wie die Ankündigung vom 25. September 2026 beschreibt. Es handelt sich nicht um ein separates Einzelprodukt. Für die Freigabe im Unternehmen müssen Zugriff, Verantwortlichkeit und Verbrauch je Bereich geprüft werden.
Home, Code und Autopilot im Überblick
| Bereich | Wofür er gedacht ist | Was Unternehmen prüfen sollten |
|---|---|---|
| Home | Startpunkt für Chat und Cowork. Word, Excel und PowerPoint lassen sich innerhalb von Copilot erstellen oder bearbeiten. | Dokumentrechte, Versionsverlauf, Teamfreigaben und die Abgrenzung zwischen Chat und delegierter Aufgabe. |
| Code | Anwendungen, Tracker, Dashboards oder Workflows per natürlicher Sprache erstellen und im Unternehmenskontext ausführen. | Freigabe von Apps, Datenverbindungen, Betrieb und Verantwortung für später genutzte Lösungen. |
| Autopilot | Ein proaktiver Agent mit eigener Identität, Erinnerung, Computer und Arbeitsbereich, der Aufgaben auch zwischen einzelnen Nutzereingaben weiterführt. | Minimalrechte, erlaubte Aktionen, Protokollierung, Freigaben und klare Zuständigkeit für Ergebnisse. |
Home: Office-Dateien direkt im Arbeitsfluss bearbeiten
Home führt den schnellen Dialog mit Copilot Chat und die Übergabe umfangreicher Aufgaben an Copilot Cowork zusammen. Mit „Office in Copilot“ sollen Nutzer aus der Unterhaltung heraus echte, bearbeitbare Word-Dokumente, Excel-Arbeitsmappen und PowerPoint-Präsentationen erstellen oder fortsetzen können. Änderungen durch Teammitglieder bleiben mit der Office-Datei synchron. Microsoft kündigt außerdem an, dass Copilot künftig selbst zwischen Chat, Cowork und Code wählen soll, wenn Nutzer ein Ziel beschreiben. Diese automatische Weiterleitung ist als kommender Schritt angekündigt.
Für den Alltag klingt das nach weniger Wechseln zwischen Apps. Für die IT zählt, ob Nutzer erkennen, welche Datei, welche Datenquelle und welche Berechtigung gerade verwendet wird. Vor einem breiten Einsatz sollten Teams gemeinsam bearbeitete Dateien und Freigaben anhand realer Arbeitsabläufe testen.
Code: Kleine Lösungen aus einer Beschreibung
Mit Code beschreibt ein Nutzer beispielsweise einen Tracker oder ein Dashboard. Copilot erstellt daraus eine passende Lösung. Laut Microsoft nutzt Code dieselbe zugrunde liegende Technologie wie GitHub Copilot, läuft in einer isolierten Umgebung und kann innerhalb des eigenen Tenants gehostet werden. Für Anwendungen aus Cowork, Code und Copilot Studio stellt Microsoft zusätzlich Copilot Managed Runtime als Hosting-Grundlage in Preview vor. Damit ist eine von Microsoft verwaltete Ausführungsumgebung für solche Anwendungen gemeint; die konkrete Freigabe und Betriebsverantwortung muss der Tenant-Betreiber dennoch prüfen.
Laut der separaten Ankündigung zur Copilot Managed Runtime übernimmt Microsoft das Cloud-Hosting; die Organisation steuert Identität, Datenzugriff und Richtlinien. Microsoft Entra regelt den autorisierten Zugang. Im Microsoft-365-Admin-Center erhält die IT ein zentrales App-Inventar mit Informationen zu Zugriff, Nutzung, Zustand und Richtlinien. Dazu kommen Versionierung und Lebenszyklusverwaltung. Über SDK und Kommandozeilenwerkzeuge können auch Entwickler und kompatible Drittanbieter-Werkzeuge Anwendungen für diese Laufzeit bereitstellen. Der Ansatz verbindet dezentrale App-Erstellung mit zentralen Betriebskontrollen; Host und SDK befinden sich in öffentlicher Preview.
Das ist eine interessante Erweiterung für Fachbereiche, aber keine automatische Freigabe für produktive Eigenentwicklungen. Sobald eine kleine Anwendung Daten verändert oder von mehreren Personen verwendet wird, braucht sie einen fachlichen Eigentümer, Berechtigungen, Tests und einen Weg für Wartung oder Abschaltung. Frontier ist Microsofts Programm für frühen, administrativ steuerbaren Zugang zu Copilot-Funktionen vor der allgemeinen Verfügbarkeit. Microsoft nennt für Code den Frontier-Rollout sowie eine Preview für Microsoft 365 Premium und Pro später im Jahr; daraus lässt sich noch keine allgemeine Verfügbarkeit oder abschließende Lizenzzuordnung für jeden Tenant ableiten. Microsoft Learn erläutert Zugang und Preview-Status.
Autopilot: Aus Scout wird ein dauerhafter Agent
Microsoft bezeichnet Autopilot als Nachfolger von Scout. Der Agent kann Kanäle beobachten, Gesprächsfäden nachverfolgen und wiederkehrende Arbeit weiterführen. Als Beispiel nennt Microsoft einen Lieferantenprüfprozess mit Zeitplan, Vorbereitung von Besprechungen und Rückfragen an Beteiligte. Autopilot läuft in der Cloud und ist in Microsoft 365 sichtbar, etwa in Teams und Outlook. Microsoft beschreibt dafür eine eigene Identität sowie Berechtigungen, Audit und Governance.
Autopilot ist keine bloß leistungsfähigere Chat-Funktion. Microsoft beschreibt einen Agenten, der Aufgaben über längere Zeit verfolgt und dafür eine eigene Identität, Berechtigungen und Arbeitsumgebung erhalten soll. Vor einem produktiven Einsatz sind Zugang, erlaubte Aktionen und menschliche Freigaben im konkreten Tenant zu prüfen.
Hier verändert sich die Risikobewertung: Ein Assistent, der einen Textvorschlag liefert, wirkt anders als ein Agent, der Kollegen kontaktiert oder Vorgänge über Tage verfolgt. Unternehmen sollten definieren, welche Aktionen der Agent selbst ausführen darf und wann ein Mensch bestätigen muss. Unser bisheriger Scout-Praxischeck liefert dazu einen Ausgangspunkt; konkrete Preview-Voraussetzungen und Datenwege sind für die neue Autopilot-Ausprägung erneut zu prüfen.
Was sich bei der Abrechnung ändert
Microsoft unterscheidet ausdrücklich zwischen nutzerbezogener Lizenz für alltägliche KI-Arbeit in Chat und Office und nutzungsabhängiger Abrechnung für Cowork, Code, Autopilot und weitere lange laufende Agentenaufgaben. Das bedeutet: Ein vorhandener Copilot-Sitzplatz darf nicht als pauschale Kostenfreigabe für alle neuen Funktionen verstanden werden. Die konkrete Tarifberechtigung, Credit-Logik und Preisgestaltung hängen vom jeweiligen Angebot und der Verfügbarkeit ab.
Wenn ein Team in einem Test 20 Cowork-Aufgaben pro Woche ausführt und dafür rein rechnerisch je 100 Credits annimmt, sind das 2.000 Credits pro Woche. Beim in Microsofts Copilot-Credits-Leitfaden genannten Pay-as-you-go-Satz von 0,01 US-Dollar je Credit ergäben sich 20 US-Dollar pro Woche für diesen Verbrauch. Die 100 Credits sind eine frei gewählte Rechenannahme, kein gemessener oder von Microsoft zugesagter Wert. Der echte Creditbedarf hängt unter anderem von Modell, Laufzeit, Kontext und Aktionen ab; Lizenzkosten, Vertragskonditionen und Steuern kommen gegebenenfalls hinzu. Diese Rechnung lässt sich nicht ungeprüft auf Code oder Autopilot übertragen.
Für einen belastbaren Pilot dokumentiert das Team daher je Vorgang Aufgabenart, benötigte Freigaben, tatsächlich verbrauchte Credits und erreichten Nutzen. Microsoft Learn beschreibt Ausgabenrichtlinien und Verbrauchsansicht; Einkauf und FinOps sollten Lizenz, Credits und Betriebsaufwand getrennt auswerten. Der AI-FABRIK-Artikel zu Copilot-Rabatten und Vollkosten vertieft die Beschaffungsrechnung.
FinOps und Modellfreigaben: Verbrauch gezielt steuern
Mit FinOps for AI verbindet Microsoft Kostensteuerung und Nutzenbewertung. Laut Produktankündigung wird das Kostenmanagement in Agent 365 über Cowork und Work-IQ-APIs hinaus auf Code und Copilot Managed Runtime erweitert; Unterstützung für Copilot-Studio-Agenten ist für Oktober 2026 geplant. Administratoren können Ausgabenrichtlinien per API verwalten und Credit-Anträge in bestehende Freigabeabläufe einbinden. Nutzer erhalten direkt in Copilot Einblick in verbrauchte Credits, Restguthaben und Nutzungshistorie.
Zur Steuerung gehört auch die Modellauswahl: Administratoren legen fest, welche Modellfamilien einzelne Nutzergruppen verwenden dürfen. Diese Freigaben begrenzen zugleich die Auswahl durch Auto, das Anfragen nach Genauigkeit, Geschwindigkeit und Kosten zuordnet. Die Ankündigung nennt Frontier-Modelle wie Astra und Fable im Zusammenhang mit nutzungsabhängiger Abrechnung. Daraus folgt keine pauschale Zusage, dass alle Modelle in jedem Abonnement enthalten sind.
Praxisempfehlung: IT und Fachbereich sollten im Pilot gemeinsam Modellfreigaben, Credit-Budget und Zuständigkeit für Nachforderungen festlegen. Bewertet wird anschließend der Aufwand pro fachlich akzeptiertem Ergebnis, einschließlich Nacharbeit. Eine Verbrauchsanzeige allein belegt noch keinen Geschäftsnutzen.
Weitere Bausteine und Verfügbarkeit
Microsoft erweitert den Arbeitskontext über Microsoft IQ. Fabric IQ stellt laut Microsoft bereits allgemein verfügbar Kontext aus Power BI für Chat und Cowork bereit; für Code ist die Einbindung über Frontier angekündigt. Daten und Abläufe aus Dynamics 365 und Power Platform sollen im kommenden Monat in eine öffentliche Preview gehen. Eine zentrale Plugin-Übersicht soll Microsoft-, Partner- und eigene Erweiterungen zusammenführen, die IT zentral genehmigen und verwalten kann. Plugins bündeln unter anderem Skills und Konnektoren für zusätzliche Datenquellen und Aktionen. Welche externen Systeme nutzbar sind, hängt damit von den verfügbaren Integrationen und ihrer Freigabe ab.
Zusätzlich zeigt Microsoft „Today“ als künftige persönliche Arbeitsübersicht; die private Preview ist für Oktober angekündigt. Auch ein stärker in Teamkontext eingebettetes @Copilot in Teams ist für eine private Preview bis Ende September vorgesehen. Das sind Ankündigungen mit gestaffeltem Zugang, keine Zusage, dass jede Funktion heute in jedem Tenant oder jeder Region aktiv ist.
Datenzugriff und Compliance im Pilot
Bei Cowork dokumentiert Microsoft, dass Aufgaben mit den Rechten des auslösenden Nutzers laufen. Für geplante Aufgaben beschreibt Microsoft außerdem Freigabekontrollen sowie Audit- und Purview-Anbindung. Das ist kein Ersatz für eine Prüfung überbreiter Datei- und Postfachberechtigungen. Für Autopilot nennt die Ankündigung eine eigene Identität; welche Datenquellen und Aktionen diese Identität in der konkreten Preview tatsächlich erhält, muss die IT im eigenen Tenant prüfen. Für Code sollten Datenverbindungen, Speicherort, Aufbewahrung und Export eines erzeugten Werkzeugs vor dem Einsatz mit realen Unternehmensdaten geklärt werden. Der erste Test sollte mit unkritischen Daten stattfinden; personenbezogene Daten werden nach Zweck, Berechtigung und Schutzbedarf gesondert bewertet, statt pauschal als erlaubt oder verboten zu gelten. Microsofts Cowork-Admin-Dokumentation ist der Ausgangspunkt für die produktspezifische Prüfung.
Was Unternehmen jetzt konkret tun sollten
Für kleinere und mittlere Unternehmen ist ein begrenzter Cowork- oder Code-Pilot mit wenigen Nutzern und klar abgegrenzten Daten oft der realistischere Einstieg als die gleichzeitige Einführung aller drei Bereiche.
- Einen Ablauf auswählen: Etwa die Vorbereitung und Nachverfolgung eines internen Projekttermins mit unkritischen Daten.
- Berechtigungen festlegen: Datenquellen und erlaubte Lese-, Schreib- und Sendeaktionen für Chat, Cowork und Autopilot getrennt dokumentieren.
- Code als Software behandeln: Für erzeugte Apps einen Eigentümer, Freigabeprozess und eine Abschaltmöglichkeit vorsehen.
- Kosten begrenzen und messen: Zugangsberechtigungen, Credits, Richtlinien und tatsächliche Kosten pro abgeschlossenem Vorgang erfassen.
- Ergebnisse prüfen: Neben Zeitgewinn auch Fehler, Nacharbeit, ungewollte Zugriffe und den Aufwand für menschliche Freigaben bewerten.
Einordnung
Die Nachricht ist die offizielle Bestätigung einer Richtung, über die zuvor bereits berichtet wurde: Microsoft baut Copilot zu einer gemeinsamen Oberfläche für Assistenz, Delegation, Anwendungserstellung und dauerhafte Agenten aus. Die eigentliche Entscheidung für Unternehmen fällt beim Betriebsmodell. Wer Aufgaben, Rechte und Kosten je Funktion sauber trennt, kann sinnvolle Piloten starten, ohne aus einer Produktankündigung schon einen flächendeckenden Rollout abzuleiten.
Weiterführende Artikel auf AI-Fabrik: Die Vorgeschichte der Copilot-Super-App erklärt die Produktstrategie; Scout im Praxischeck vertieft den Vorläufer von Autopilot; Copilot Orchestrator verstehen ordnet die Steuerung mehrerer Aufgaben und Agenten ein.
Quellen
- Microsoft, „Build where you want, run with confidence: Now Microsoft hosts and manages the code created by Copilot“ – Managed Runtime, Entra-Identität, App-Verwaltung und öffentliche Preview; geprüft am 26. September 2026.
- Microsoft, „Introducing the new Copilot with Home, Code and Autopilot“, 25. September 2026 – Produktankündigung; neue Funktionen und Termine sind Herstellerangaben.
- Microsoft Learn, „Get started with the Microsoft Copilot Frontier Program“ – administrativer Zugang und Preview-Status.
- Microsoft, „Copilot Credits licensing guidance“ – Preis je Credit und variable Kostentreiber für Cowork; Stand der Prüfung: 25. September 2026.
- Microsoft Learn, „Managing AI experiences enabled by usage-based billing“ – Richtlinien, Limits und Verbrauchskontrolle.
- Microsoft Learn, „Manage Copilot Cowork for your organization“ – Berechtigungen, Freigaben und Compliance für Cowork.





